Viele Frauen entscheiden sich erst mit über 40 ein Kind zu bekommen. Aus rein biologischer Sicht ist dieser Zeitpunkt aber sehr spät gewählt und sollte von der zukünftigen Mutter gut überdacht werden, denn die Natur hat nicht umsonst eine Grenze für eine Schwangerschaft eingerichtet.

Grundsätzlich ist eine späte Schwangerschaft bei einer Frau möglich und kann auch auf biologischem Wege passieren. Allerdings gibt es einige Faktoren, die Frauen beachten sollten, wenn sie in höherem Alter noch einmal schwanger werden möchten.

Besonders hoch sind die Risiken dann, wenn die Frau mit über 40 zum ersten Mal ein Baby bekommen möchte. Jede Schwangerschaft hat für den weiblichen Körper einen Lerneffekt. Der Körper lernt mit der Belastung umzugehen und im jungen Alter sind kleine Probleme nicht allzu gravierend für die Mutter und das Kind.

Doch mit dem einsetzenden Alter und damit auch der Umstellung des Hormonhaushaltes, der in den Wechseljahren und dem Ende der Fähigkeit schwanger zu werden endet. Durch diese hormonelle Umstellung des Zkylus verändert sich dieser schrittweise. Obwohl die Monatsblutung noch regelgerecht auftritt, ist nicht in jedem Zyklus ein Eisprung zu erwarten. Somit sinkt die Chance schwanger zu werden erheblich.

Hinzu kommt, dass eine erfolgreiche Befruchtung nicht unbedingt die erfolgreiche Einnistung bedeutet. Das Risiko auf Fehlgeburt und Chromosomenstörungen beim Ungeboreneren steigt.
Die Wahrscheinlichkeit für einen Gendefekt und eine dauerhafte Beeinträchtigung des Babys liegt etwa zehnfach so hoch, wie bei einer gesunden jungen Frau.

Auch wenn die Vorteile eine festen Jobs und finanzieller Sicherheit verlockend erscheinen, so ist ein spätes Mutterglück für Kinder und Mutter eine schwere Last.

Risiken während der Schwangerschaft

Während eine gesunde Frau eine normale Schwangerschaft weniger Probleme haben wird, sind ältere Frauen den Belastungen nicht mehr gut gewachsen. Schmerzen treten häufiger auf, aber auch Müdigkeit und Antriebslosigkeit sind die Folge.

Hinzu kommen die gesteigerten Risiken an Bluthochdruck und Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken. Dies kann zu einer gestörten Entwicklung oder sogar zur Frühgeburt des Kindes führen.

Risiken nach der Schwangerschaft

Nach der Entbindung des Kindes wird es der Mutter nicht leicht fallen die neuen Umstände akzeptieren zu können. Die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft, aber auch die hohe Belastung für den Kreislauf haben Spuren hinterlassen.

Durch die fehlende Straffung des Bindegewebes dauern Rückbildung und das Zurückfinden in den normalen Zyklus länger als bei jungen und gesunden Frauen.
Auffällig oft kommt es vor, dass späte Mütter nach der Schwangerschaft unter schmerzhaften Menstruationen leiden und auch die Wechseljahre sich komplizierter gestalten. Dies liegt an der Allgemeinen Konstitution des Körpers. Mit fortschreitendem Alterungsprozess von Grundzustände nicht mehr ohne weiteres hergestellt werden und brauchen längere Regenrationszeiten, die sich mit dem Beginn der Wechseljahre überschneiden.

Daher gilt es für Frauen sehr gut zu überlegen und auch mit dem behandelnden Arzt zu besprechen, ob eine spätere Erstschwangerschaft problemlos überstanden werden kann.