Die eigene Männlichkeit wird in der Regel über den Penis definiert. Die Fähigkeit, eine Erektion zu bekommen und aufrechtzuerhalten, ist einer der vielen Aspekte des männlichen Selbstbewusstseins. Durch eine erektile Dysfunktion kann genau diese Fähigkeit beeinträchtigt werden. In manchen Fällen kann die Erektionsschwäche so stark sein, dass der Penis nicht mehr steif wird. Nun wird von einer starken/schweren erektilen Dysfunktion gesprochen. Die Ursachen sowie die Behandlung der Impotenz fallen sehr unterschiedliche aus.

Was ist eine erektile Dysfunktion?

Die erektile Dysfunktion hat viele unterschiedliche Namen. Darunter Impotenz, Erektionsschwäche oder Erektionsstörung. Im Grunde wird aber dieselbe Krankheit beschrieben. Eine Impotenz liegt vor, wenn ein Mann nicht mehr in der Lage ist, eine Erektion zu bekommen oder diese für einen befriedigenden, erfolgreichen Geschlechtsakt aufrechtzuerhalten. Dabei wird zwischen zwei Formen unterschieden: Impotentia coeundi und Impotentia generandi. Bei Impotentia coeundi handelt es sich um die Unfähigkeit zur Durchführung des Geschlechtsakts. Im allgemeinen Sprachgebrauch fällt diese Form unter die Impotenz. Bei Impotentia generandi wird die Unfähigkeit zur Fortpflanzung beschrieben. Das bedeutet, der Mann kommt zum Samenerguss, doch die Qualität oder Quantität des Samens reicht nicht aus.

Nicht jeder Mann leidet unter Impotenz

Für viele Männer spielt der Penis und die damit verbundene Männlichkeit eine sehr wichtige Rolle. Zwar leiden etwa 18 Millionen Männer zwischen 40 und 70 Jahren unter einer erektilen Dysfunktion, jedoch müssen Sie jene unterscheiden. Bei einem Mann ist es vollkommen normal, dass dieser mindestens einmal im Leben an einer Erektionsschwäche leidet. Der Grund dafür kann vielfältig sein. Beispielsweise zu viel Stress, Ärger oder Müdigkeit. Auch der Konsum von Alkohol oder Drogen kann Einfluss auf die Erektion haben. Das bedeutet, sollte die Erektion einmal nicht aufkommen, ist das kein Grund zur Panik. Eine gelegentliche Erektionsstörung ist vollkommen normal. Nur, wenn die Störung dauerhaft oder häufig auftritt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Was ist der Grund für Impotenz?

Heute gibt es viele unterschiedliche Gründe, wieso Männer unter einer Erektionsschwäche leiden. Bei rund 80 Prozent aller Betroffenen lässt sich die Erektionsstörung auf eine physische Ursache zurückführen. Körperliche Erkrankungen wie Adipositas, Testosteronmangel, Arteriosklerose, Bandscheibenvorfälle oder Operationen vom Becken oder Rückenmark können die Erektion beeinflussen. Aber auch Krankheiten und Verletzungen, die das zentrale Nervensystem angreifen, sind häufig Gründe für eine erektile Dysfunktion. Im Alter kommen hingegen Schlaganfälle, Alzheimer, Parkinson und Multiple Sklerose hinzu. Psychische Ursachen sind ein weiterer Grund für eine Erektionsstörung. Besonders Depressionen, Angstzustände, Persönlichkeitsstörungen sowie Beziehungsprobleme können die Erektionsschwäche auslösen. Eine zeitweilige Störung kann durch Stress, Müdigkeit, Überarbeitung oder Alkohol und Drogen entstehen. Bei etwa 20 bis 30 Prozent aller Betroffenen liegt die Erektionsstörung einer psychischen Ursache zugrunde. Medizinische Ursachen können Nebenwirkungen von Medikamenten sein, wie zum Beispiel durch Entwässerungstabletten, Betablockern, Psychopharmaka oder Cholesterinsenker. Das Alter spielt natürlich auch einen wichtigen Faktor, denn ab dem 50. Lebensjahr nimmt die Erektionskraft stetig ab.

Wie wird Impotenz behandelt?

Die Behandlung ist von den Ursachen der Erektionsstörung abhängig. Das bedeutet, ein Mann, der unter einer medizinischen erektilen Dysfunktion leidet, muss anders behandelt werden, als ein Mann, der aufgrund von psychischen Problemen Erektionsstörungen bekommt. In der Regel wird zur Einnahme von Potenzmitteln geraten, wie beispielsweise Cialis, welches mit dem Wirkstoff Tadalafil arbeitet. Doch nicht in allen Fällen reicht die Einnahme von Potenzmitteln aus, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Daher gibt es noch mehr Methoden. Darunter fallen Injektionen in den Schwellkörper des Penis, Nutzung von Harnröhrenapplikatoren oder die Verwendung von anderen, mechanischen Hilfsmitteln wie einer Penispumpe. Bei leichten Formen der erektilen Dysfunktion kann auch Alprostadil weiterhelfen. Dieser Wirkstoff ist in der Regel in Cremes enthalten. Bei einer rein psychisch bedingten Erektionsstörung helfen Medikamente für die Potenzförderung nur bedingt weiter. Eine psychiatrisch-psychologische Therapie ist nun die bessere Anlaufstelle.