Migräne ist ein starker und meist länger anhaltender Kopfschmerz, der sich durch unterschiedliche Phasen ankündigt und durch Begleiterscheinungen wie Lärm- und Lichtempfindlichkeit sowie Schwindel oder Erbrechen begleitet werden kann. Doch wie genau entsteht eine Migräne und kann man sie im Vorfeld verhindern beziehungsweise bei Ausbruch mindern? Wer seine Krankheit versteht, der kann sich eventuell auch selbst therapieren.

Migräne – was ist das genau?

Unter Migräne versteht man in Anfällen auftretenden starken Schmerzen, die meist einseitig und im vorderen Bereich des Kopfes auftreten. In Deutschland leiden etwa 7 Prozent der Männer und fast doppelt so viele Frauen an einer regelmäßig auftretenden Migräne. Dass die Prozentzahl der Frauen so hoch ist, liegt daran, dass eine mögliche Ursache für den Ausbruch einer Migräne Hormonschwankungen sein können, wie sie zum Beispiel vor einer Menstruation vorkommen.
Inzwischen gibt es viele Studien zum Thema Migräne. Viele Trigger (Auslöser eines Migräneanfalles) sind inzwischen bekannt. Selbst was genau im Kopf während einer Attacke abläuft, konnten die Forscher schon herausfinden. Da die Abläufe im Kopf jedoch Sehr kompliziert und von Patient zu Patient unterschiedlich sein können, sind diese Untersuchungen immer noch nicht abschließend geklärt.

Was passiert im Kopf bei einer Migräneattacke?

Vor einem Migräneanfall kommt es zu einer Überreizung der Nervenzellen im Gehirn. Dadurch produziert der Körper eine große Menge an Nervenbotenstoffen. Ausgelöst werden kann dies durch verschiedene Trigger wie Stress, Schlaflosigkeit oder bestimmte Lebensmittel. Begleiterscheinungen können Übelkeit und Erbrechen sein.

Diese Überreizung hat schließlich zur Folge, dass die Produktion der Botenstoffe ins Negative umschlägt und nun zu wenige produziert werden. In dieser Phase kann der Betroffene helle Blitze sehen, an Sehstörungen oder Lähmungen leiden. Während die Reizung der Nervenzellen zurückgeht, werden immer mehr Schmerzrezeptionen aktiviert. Denn der Organismus setzt zum Schutz vermehrt Entzündungsstoffe frei.

In der dritten Phase dann entsteht der eigentliche Schmerz und breitet sich aus. Meist ziehen sich die Patienten zurück, denn Licht und/oder Geräusche empfinden sie als unangenehm. Die Migräneattacke kann mehrere Tage anhalten. Medikamente helfen in dieser akuten Phase meist nicht mehr.

Mit dem Einsetzen der Kompensationsmechanismus, dem Selbstheilungsprozess des Organismus, werden die Schmerzrezeptoren schließlich ausgeschaltet, die stark durchbluteten und gereizten Blutgefäße im Gehirn beruhigen sich, die Migräne lässt nach.

Fazit

Migräne zählt heute zu den Volkskrankheiten in Deutschland, denn fast jede 4. Frau leidet mindestens einmal im Leben an den schmerzhaften Attacken. Schuld daran ist oftmals der ungesunde Lebenswandel mit zu viel Stress und zu wenig ausgleichenden Faktoren.
Inzwischen sind die chemischen Abläufe des Organismus gut erforscht. Verhindern kann man dadurch die Migräneanfälle zwar nicht. Aber durch einen regelmäßigen Schlaf, gesundes Essen und ausreichend Bewegung kann man Migräneattacken vorbeugen.